Warum Regenschirm und Segen gut zusammenpassen?

Starkregen, kühle Temperaturen, Matsch und die Aussicht auf einen Fußmarsch – alles nicht gerade Voraussetzungen, die begeistern, nach draußen zu gehen.  Und trotzdem irgendwie mehr als passend für den 9. Oktober 2019 und die Maturawallfahrt unter dem Thema „Mit allen Wassern gewaschen“. Gut ausgestattet mit Regenschirmen machten sich die 5. Klassen auf den Weg, der für manche aufgrund des Wetters herausforderte und die Motivation nicht aller Begleiter war. Doch das Ziel dieses Weges – das Kloster Mehrerau in Bregenz – erreichten dennoch alle (fast) trocken. Immer noch unterwegs sind wir hingegen auf einem Weg, der weitaus anstrengender und herausfordernder werden wird, als die bereits gegangene Wallfahrt. Das Ziel hier: Matura. Nötig sein wird auch dabei eine große Portion an Motivation und Durchhaltevermögen sowie Zusammenhalt. Und um vor eventuell auftretenden Unwettern während der Zeit davor geschützt zu sein, holten wir uns mit der Maturawallfahrt noch etwas Segen.

 

Nach einem gemeinsamen Frühstück, bei dem sich auch die eine oder andere Möglichkeit für ein Gespräch mit dem Bischof bot, starteten wir mit der Wallfahrt. Gemeinsam mit unserem Begleiter diskutierten wir gleich zu Beginn über verschiedene Sprichwörter zum Thema Wasser. Nach kurzer Zeit erreichten wir den ersten Sammelpunkt, an dem wir gemeinsam eine Bibelstelle lasen und dazu angeregt wurden, uns Gedanken darüber zu machen. Auf den weiteren Wegstücken beschäftigten wir uns mit Fragen wie: „Wo werde ich gebraucht?“ oder „Was sind Stürme in meinem Leben?“. Auch die Frage: „Wie passiere ich dieses matschige und nasse Wegstück, ohne meine Schuhe dreckig zu machen?“ kam bei manchen von uns früher oder später auf. Bei weiteren Stationen standen dann der Teamgeist und die Gemeinschaft aber auch die eigene Beziehung zu Gott im Vordergrund. Abschließend fand eine Messe gemeinsam mit allen teilnehmenden Klassen statt, bei der vier Schülerinnen unserer Schule Fürbitten vorlasen. Nach der Messe, die uns nochmals Kraft und Stärke für unser letztes Schuljahr mitgab, stärkte uns ein von der Diözese bereitgestelltes Mittagessen für die anstehende Maturaball-Generalprobe am Nachmittag.

 

Bedanken möchten wir uns bei Frau Dittrich-Rofner und Herrn Pepelnik, die sich gemeinsam mit uns auf den Weg gemacht haben und uns halfen, an diesem Vormittag Kraft zu tanken für die ereignisreiche und anstrengende Zeit, die uns bevorsteht.

 

Bericht: Magdalena Ender und Laura Mähr, 5a

Lessing und die 3a in der Johanniterkirche

Dienstagmorgen, der Raum, in der sich die 3a befindet, wird teils von dunstigem Herbstlicht durchflutet, das durch die im Osten liegenden, schlichten Fenster dringt. Sie sind die einzige Lichtquelle, abgesehen von den 400 Opferlichtern in der Johanniterkirche, von denen ein Teil brennt.

Wir befinden uns in einem Gebäude mit Geschichte, der Johanniterkirche, dessen Fassade sich in das Stadtbild ohne weiteres einzugliedern scheint, doch dessen Inneres sich in abstrakter und ungewohnter Weise von der umliegenden Altstadt abhebt. Heute bietet sie Raum für zeitgenössische Kunst, in welchem sich aktuell ein im Durchmesser sieben Meter großer Ring befindet, es ist die Verbildlichung der Ringparabel. Eines der wohl berühmtesten Gleichnisse für Toleranz, nach Gotthold Ephraim Lessing, einem Schriftsteller und Dichter der Aufklärung.

In jeweils einer Performance zu Beginn und Ende der Installation des Künstlers Marbod Fritsch werden die Kerzen durch zahlreiche Anhänger von sieben verschiedenen Religionen entzündet. Vor dem Altar befindet sich der, ebenfalls aus Opferlichtern gestaltete, überdimensional  große Titel der Kunstaktion „Remain In Light“, der zugleich auch Titel einer der erfolgreichsten Popalben aller Zeiten, der „Talking Heads“. ist.

Nach einer Stunde verlassen wir diesen ungewöhnlichen Raum und sind wieder Teil des vormittäglichen Alltagstreibens auf dem Feldkircher Marktplatz. Eine Exkursion, die zum Nachdenken anregt.

 

Bericht: Linda Rupp, 3a

Fotos: MMag.aChristine Vonbrül

Miriam Amann – eine verdienstvolle Schulsprecherin

Zwei Jahre war Miriam Amann Schulsprecherin unserer Schule. Mit sehr viel Engagement und Gespür hat sie sich für die Interessen der SchülerInnen  tatkräftig eingesetzt, eigene Ideen umgesetzt und mit ihrem Team zu einem ausgezeichneten Schulklima beigetragen. Sie war zusätzlich auch in der Landesschülervertretung im Einsatz und  brachte im Landesschülerparlament mehrere eigene Anträge ein. Dir. Gerhard Frontull bedankte sich bei Miriam Amann für ihre ausgezeichnete Arbeit und die sehr gute Zusammenarbeit und wünschte ihr alles Gute für ihre bevorstehenden Maturaprüfungen.